Am Nachbartisch kamen gestern drei Gäste in den Genuss des in der Flasche verbliebenen Weins.

Um 07.30 Uhr gehe ich im Hotel Andrić frühstücken, doch – oh Schreck! – mir wird klar, dass ich gestern Nachmittag die übliche Routine unterlassen hatte, als Erstes den Akku herauszunehmen, um ihn im Zimmer anzuschliessen.

Das Boutique Hotel Andrić in Sombor
Die Velobatterie von 20 auf 100% zu bringen, dauert mehrere Stunden. Mir blieb nichts anderes übrig, als den Akku während des Frühstücks ans Netz zu hängen und erst gegen 10.30 Uhr mit 70 % Ladung zu starten.
Die Fahrt im Eco-Modus fällt mir erstaunlich leicht – ich habe ja inzwischen schon ein wenig Training in den Beinen.
Heute fahre ich einen grossen Teil der Strecke auf Autostrassen. Im Kontrast zu den Wegen durch Natur und Wälder begegne ich hier Unmengen an toten Tieren: Igeln, Hasen, Vögeln, Hunden und vor allem Katzen. Irgendwann höre ich auf zu zählen und konzentrierte mich stattdessen auf den Akkustand. Zu Beginn waren es 70 % Kapazität bei noch 90 Kilometern bis Novi Sad. Im Eco-Modus wollte ich den Prozentwert mindestens zehn Punkte unter die Kilometerzahl bringen – was schliesslich gelingt: bei 35 % Akku sind es noch 25 verbleibende Kilometer bis Novi Sad. Ab dort radle ich wieder im Tour-Modus.
Solche stupiden Gedanken und Ziele verfolgt man nebenbei, wenn man bei der eintönigen Treterei durch eine gleichförmige Landschaft nach einem mentalen Ausgleich sucht.




Erdbeerenhalt und sytematisches Waschen der süssen Früchte.

Hier gibt es einen Lunchstopp, bei dem ich auch gleich meine Wasserflasche wieder auffülle.




Novi Sad ist eine wirklich coole Stadt mit sehr vielen Ausgehmöglichkeiten. Auch das Essensangebot ist so üppig, dass ich mich kaum entscheiden kann und stattdessen diesen Blog schreibe.
Morgen ist die letzte Etappe geplant. Da muss ich all den Verlockungen widerstehen, die Novi Sad bereithält, um fit die letzten 80 km in Angriff nehmen zu können.

Hier schreibe ich den heutigen Beitrag.

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