Nicole und Sascha habe ich gestern Abend in jenem Speiselokal kennengelernt, das ich erwähnt hatte (Alkoholausschank für Minderjährige, siehe gestrigen Beitrag). Sie haben ihre Fahrradtour in Belgrad gestartet und dem EuroVelo-6-Radweg durch Kroatien gefolgt. Ihren Erfahrungen nach waren die Wege stellenweise jedoch wenig überzeugend. Daher entschloss ich mich, heute ab Kalocsa direkt ins 90 Kilometer entfernte Sombor in Serbien zu radeln.
Um 15:15 Uhr kam ich an, nachdem ich praktisch die gesamte Strecke auf der Hauptstraße Nr. 51 mit nur wenig Autoverkehr zurückgelegt hatte. An der serbischen Grenze musste ich nicht warten und konnte ohne weitere Fragen einreisen.




Start in Kalosca beim Hotel Pilvax.




„Friss magyar eper“ bedeutet wohl frische ungarische Erdbeeren. Für umgerechnet etwa 2,70 CHF pro Schale gönne ich mir in Sükösd einen herrlichen Vitaminkick. Die Früchte verzehre ich direkt vor dem Verkäufer und gebe ihm die leere Plastikschale zurück.

In einem Getränkeshop kaufe ich mir noch Erfrischungen für unterwegs.



In Baja mache ich einige Aufnahmen, halte mich aber nicht länger auf. Der 1. Mai ist ein Feiertag. Alle Läden sind zu.




In Sombor setze ich mich zunächst auf die Gartenterrasse einer Gelateria, um herauszufinden, wie weit es bis Novi Sad wäre. Schließlich entscheide ich mich jedoch, lieber hier vor Ort eine Unterkunft zu suchen. Als ich den Glacéverkäufer frage, ob es auch Getränke gibt, bietet er mir eine Limonade an.
Beim Bezahlen bemerke ich, dass ich zwar noch Bosnische Mark, aber keine Serbischen Dinar bei mir habe. Ich biete ihm daher ungarische Forint an, da die Grenze zu Ungarn ganz in der Nähe liegt. Diese akzeptiert er jedoch nicht – spendiert mir die Limonade aber freundlicherweise trotzdem.
Zunächst steuere ich eine Unterkunft an, die ich auf booking.com gefunden habe. Doch an der angegebenen Adresse angekommen, entdecke ich nichts, was auf eine Übernachtungsmöglichkeit hindeutet. Also versuche ich es bei einer anderen Adresse und werde schließlich fündig: im Hotel Garni Andrić.









Sombor bei Tag.
Schliesslich lasse ich den Tag im Ethno-Restaurant Fijaker entspannt ausklingen, wo ich es mir gutgehen lasse und mir zum ersten Mal auf dieser Tour einen Rotwein gönne. Und zwar einen besonders guten.
Diesen gibt es nicht im Offenausschank – also nehme ich eben die ganze Flasche. 🍷
Ich bin ja schließlich nicht verpflichtet, die Bottle alleine zu bodigen. 😄
Wie dieser Abend weitergeht? Das erzähle ich morgen…
Dem jungen Abend füge ich diese spontanen Knipser hinzu. 📸




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