Von Einsiedeln über Tuttlingen der Donau entlang nach Belgrad

17.04.26
So ein schöner Tag, der zum Aufbruch lockt, Motivation versprüht, wird durch einen klemmenden Akku jäh ausgebremst und in frustrierendes Warten verwandelt. Der zuständige Velomech ist nicht erreichbar und der Start verzögert sich…
13:40 Uhr kümmert sich der Profi um die Akku-Verschlussmechanik – anschliessend buche ich in Einsiedeln den Zug um 15:24 Uhr mit mehrmaligem Umsteigen nach Tuttlingen.

Etappe 1
Zum Aufwärmen: Tuttlingen nach Mühlheim a.d. Donau

In Mühlheim bot mir der Wirt Alfredo einen Platz am Stammtisch an und schenkte mir zur Begrüßung gleich einen Ramazzotti ein. Sofort waren wir alle miteinander im Gespräch.

Wir waren uns zwar noch nie begegnet, verstanden uns aber auf Anhieb.
Nach der Pizza Sophia Loren, machte ich meinen obligaten Spaziergang…
…und traf Bartok und seine polnischen Freunde. Sie luden mich spontan in ihre Garage ein.

Dann hatte ich von Bartok und Raffael eine nächtliche Führung durch das mittelalterliche Dorf.





18.04.26
Am Morgen öffnen Alfredo und ich zeitgleich um 6:45 Uhr unsere Zimmertüren. Ein Frühstück gibt es nicht, doch man bietet mir freundlicherweise einen Kaffee an.
Etappe 2


Anschliessend starte ich im oberen, menschenleeren Teil von Mühlheim und rolle in die kühle Frische der steilen Abfahrt hinunter zur Altstadt, wo der Radweg an der Donau beginnt.
Zum Glück habe ich meine Motorradhandschuhe eingepackt. Der Weg führt durch Wälder, über unzählige Brücken, vorbei an Äckern und Auen, meist direkt entlang der noch jungen Donau. Ich passiere eine Eselsfarm, ein Rehgehege und einige Mühlen. In einer davon kehre ich ein und nehme, was es um diese Uhrzeit schon oder noch gibt: ein belegtes Brot. Dazu kommen zwei Äpfel vom Markt in Sigmaringen mit seiner imposanten Hohenzollern-Schlossanlage – vorerst meine Ration für den Tag.








Trotz Elektrounterstützung habe ich bereits am ersten Tag meine Grenzen ausgetestet. Etwa 20 Kilometer vor Ehingen war ich kurz davor, die erste große Etappe abzubrechen – doch „when the going gets tough, the tough get going“. 😉
In Ehingen angekommen, quartierte ich mich gleich im ersten Hotel ein, das mir sympathisch erschien. Das Essen dort war vorzüglich.





19.04.26
Etappe 3
Drei Fotostopps – sonst ohne Halt bis Ulm. Ankunft beim Ulmer Rathaus: 12.00 Uhr.






Bis jetzt vom Regen verschont, aber es weht plötzlich ein bissig kalter Wind.





Ab Ulm weiter Richtung Dillingen über Günzburg.
Ankunft nach 90 km Fahrt.


Hotel ohne Rezeption, alles wird voll elektronisch abgewickelt. Für 55€ keine schlechte Wahl, allerdings in der Industrie Zone zwischen Subway, McDonald und Burgerking.
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